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1 Ministerium für Staatssicherheit (MfS)

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Teilbestände

Bestandsübersicht zu den Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

Die Bestandsübersicht besitzt einen vorläufigen Charakter, da die Erschließung der Akten noch nicht beendet ist. Das liegt einerseits an der teils chaotischen Überlieferungslage: So sind die Teilbestände unübersichtlich groß, in der Regel fehlt ein Aktenplan und die Registraturordnungen des MfS sind kaum nutzbar. Auch wurden die Bestände der Diensteinheiten durch die Aktenvernichtungen unbekannten Ausmaßes 1989/90 in Mitleidenschaft gezogen. Zu einigen Diensteinheiten sind zurzeit keine Unterlagen nachweisbar. Die MfS-Archivbestände konnten jedoch nahezu komplett übernommen werden.

Der Bestand MfS gliedert sich im Wesentlichen in die Teilbestände der Diensteinheiten und in die Archivbestände. Das Schriftgut aus den Teilbeständen der Diensteinheiten war bis 1989/90 noch aktiv in Bearbeitung. Zu den Diensteinheiten zählen in erster Linie die Hauptabteilungen und die selbständigen Abteilungen des MfS. Jede Diensteinheit trug die Verantwortung für die "Gewährleistung der staatlichen Sicherheit" in ihrem Aufgabenbereich. Diese Verantwortung bezog sich auf bestimmte Objekte, Institutionen, Einrichtungen oder Personen. Dagegen umfassen die Archivbestände jene Unterlagen, die bis 1989 von der Abteilung XII - zu der das MfS-Zentralarchiv gehörte - archiviert wurden. Dabei handelt es sich vorwiegend um personenbezogene Akten der vorgenannten Diensteinheiten.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Findhilfen: Die vom MfS übernommenen (zumeist personenbezogen) Karteien und die Findmittel, die die BStU-Archivare erstellt haben.
Bei Letzterem handelt es sich um interne BStU-Findmittel wie die Datenbank "Sachaktenerschließung" (SAE) und das "Elektronische Personenregister" (EPR). Auf beide wird in den Bestandsübersichten verwiesen.

Die Archivmitarbeiter haben aus den SAE-Datensätzen mit Hilfe der Klassifikation zu einigen Beständen vorläufige Findbücher hergestellt. Darüber hinaus recherchieren die Archivare Anfragen in der SAE-Datenbank. Dies geschieht im Zusammenhang mit der Bearbeitung von Auskunftsanträgen gemäß §§ 32, 32a Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG).

Weitere Angaben zu Erschließungs- und Rechercheergebnissen finden Sie in den im zweijährigen Abstand herausgegebenen Tätigkeitsberichten.

Angaben zur Aufbauorganisation des Ministeriums für Staatssicherheit Anfang 1989 finden Sie unter den Knotenpunkten "1.1. Ministerium für Staatssicherheit (Zentrale)" und den einzelnen Bezirksverwaltungen (1.2. - 1.16.)

Weiterführende Online-Quellen zur Organisationsgeschichte des Ministeriums für Staatssicherheit finden Sie in der Einleitung der Beständeübersicht des Stasi-Unterlagen-Archivs im Archivportal Europa.