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Publikation

Die AIDS-Verschwörung

Das Ministerium für Staatssicherheit und die AIDS-Desinformationskampagne des KGB

Dr. Douglas Selvage, Dr. Christopher Nehring

Reihe
BF informiert

Umfang
152 Seiten

Auflage
Berlin 2014

Verlag
BStU

Preis
5,00 €

ISBN
978-3-942130-76-9

Typ
Komplett

Sprache
Deutsch

BF informiert 33/2014

Inhalt

Mit dem Auftauchen des für AIDS verantwortlichen HI-Virus Anfang der 1980er Jahre begannen Forschungen, aber auch Spekulationen um dessen Herkunft. 1992 gab der Leiter der russischen Auslandsspionage zu, dass der sowjetische Geheimdienst hinter einer internationalen Desinformationskampagne zum Thema AIDS gestanden habe. Das Virus, so lautete eine zentrale Behauptung darin, stamme aus einem US-amerikanischen Forschungslabor und sei dort als Geheimwaffe entwickelt worden.

Die vorliegende Studie geht auf der Basis von Akten aus Deutschland und ehemaligen Ostblockstaaten den Spuren dieser Kampagne nach. Dabei gerät vor allem die Rolle der Hauptverwaltung A (HV A) des Ministeriums für Staatssicherheit in den Blick. Von ihr wurden damals Forschungsprojekte unterstützt, die die KGB-These untermauern sollten, und ein Dokumentarfilm finanziert, der die Verschwörungstheorie auch im Westen verbreiten sollte. Das besonders Perfide daran: Die Desinformationen und die daraus entwickelten Verschwörungstheorien wirken weit über das Ende der kommunistischen Geheimdienste hinaus – teilweise bis heute. Im Kampf der Systeme wurden Falschinformationen in die Welt gesetzt – mit tödlichen Folgen.

Zum Autor/Herausgeber

Dr. Douglas Selvage

Dr.; Projektleiter in der Abteilung Bildung und Forschung des BStU

Dr. Christopher Nehring

Dr., geb. 1984, Leiter für Forschung im Deutschen Spionagemuseum Berlin, Studium der Osteuropäischen und Neueren Geschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Staatlichen Universität St. Petersburg. 2016 Promotion zur Kooperation der DDR-Auslandsaufklärung mit der Aufklärung des sozialistischen Bulgariens. Ehemaliger Mitarbeiter des Staatsarchivs der Republik Bulgarien (2009/10) und der »Kommission für die Erschließung der Dokumente und Überprüfung der Zugehörigkeit bulgarischer Bürger zur Staatssicherheit und den Aufklärungsdiensten der Bulgarischen Volksarmee« (2011/12)

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