Direkt zum Seiteninhalt springen
Publikation

Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit

Richtlinien und Durchführungsbestimmungen

Dr. Helmut Müller-Enbergs (Hg.)

Reihe
Wissenschaftliche Reihe

Umfang
544 Seiten

Auflage
3. durchgesehene Auflage, Berlin 2001

Verlag
Ch. Links Verlag

Preis
20,50 €

ISBN
3-86153-101-1

Sprache
Deutsch

Band 3

Inhalt

Mit den Richtlinien für die inoffizielle Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit werden erstmalig bedeutende dienstinterne Dokumente veröffentlicht, die es ermöglichen, ein weitgehend vollständiges Bild von Art und Umfang der Tätigkeit der zuletzt 174 000 inoffiziellen Mitarbeiter (IM) zu bekommen. Da diese Dokumente auf der Grundlage von KGB-Instruktionen entstanden sind, lassen sie zugleich Schlüsse auf die Arbeitsweise anderer osteuropäischer Geheimdienste zu, zu denen es bisher noch keine entsprechenden Veröffentlichungen gibt.

In einer umfangreichen Einleitung analysiert Helmut Müller-Enbergs die unterschiedlichen Funktionstypen inoffizieller Mitarbeiter, beschreibt ihren Rekrutierungsprozeß, die Praxis ihrer konspirativen Tätigkeit und das Zusammenwirken mit den Führungsoffizieren.

Die vorliegenden Dokumente sind ein unverzichtbares Hilfsmittel für Betroffene und Gremien, die mit der Bewertung von IM-Tätigkeiten beauftragt sind. Zugleich liefern sie wichtige Anhaltspunkte für Wissenschaftler und diejenigen, die sich für die Ursachen von Angst und Anpassungsdruck in der DDR-Gesellschaft interessieren.

Zum Autor/Herausgeber

Dr. Helmut Müller-Enbergs (Hg.)

Dr., Jahrgang 1960, Dipl. Politologe; Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Bildung und Forschung des BStU

Verwandte Inhalte

Publikation

Konzentrierte Schläge

Staatssicherheitsaktionen und politische Prozesse in der DDR 1953-1956

Der Zeitraum zwischen dem Aufstand am 17. Juni 1953 und dem vom XX. Parteitag der KPdSU eingeleiteten „Tauwetter“ war durch die härtesten Repressionen in der Geschichte der DDR gekennzeichnet.

Publikation

Sicherungsbereich Literatur

Schriftsteller und Staatssicherheit in der Deutschen Demokratischen Republik

Gesamtdarstellung über die Kontrolle und Beeinflussung der DDR-Literatur durch das Ministerium für Staatssicherheit. Die literarischen Primärtexte werden darin um die konspirativen Kontexte erweitert.

Publikation

Spitzbart, Bauch und Brille - sind nicht des Volkes Wille!

Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 in Halle an der Saale

Der Aufstand am 17. Juni 1953 in der DDR war die erste große Volkserhebung innerhalb des sowjetischen Machtbereichs nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt Halle an der Saale bildete im mitteldeutschen Industriegebiet ein Zentrum der Protestaktionen.

Publikation

Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit

Teil 3: Statistiken

Wie viele inoffizielle Mitarbeiter gab es seit 1950? Wie viele Frauen waren darunter? Wie war dieses Netz in der DDR und in der Bundesrepublik Deutschland verteilt?

Publikation

Die verdrängte Revolution

Der Platz des 17. Juni 1953 in der deutschen Geschichte

Das vorliegende Buch ist der Versuch zu klären, welche Wirkungen der 17. Juni langfristig hinterlassen hat. Gängigen Begriffen wie "Trauma" oder "verdrängte" und "vergessene" Geschichte wird dabei ein genaueres Gesicht gegeben.

Publikation

Der "Tag X" und die Staatssicherheit

17. Juni 1953 - Reaktionen und Konsequenzen im DDR-Machtapparat

Das Buch schildert die Rolle der Staatssicherheit während des Aufstandes vom 17. Juni 1953 sowie die längerfristigen Konsequenzen für den Machtapparat des SED-Staates.