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Publikation

NS-Verbrecher und Staatssicherheit

Die geheime Vergangenheitspolitik der DDR

BStU (Hg.), Henry Leide

Reihe
Wissenschaftliche Reihe

Umfang
448 Seiten

Auflage
1. Auflage, Göttingen 2005

Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht

Preis
30,00 €

ISBN
3-525-35018-X

Sprache
Deutsch

Band 28

Inhalt

Bis heute gilt die konsequente Verfolgung von NS-Tätern als "gute Seite" des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Doch hinter der Fassade des antifaschistischen Musterstaats wurde ein sorgsam verhülltes, doppeltes Spiel gespielt: SED und Staatssicherheit prangerten die Bundesrepublik an und lieferten Beweismittel für Vorzeigeprozesse, gleichzeitig aber blockierten sie Ermittlungen gegen NS-Täter im eigenen Land, wenn sie dem Image der DDR zuwiderliefen.

Henry Leide analysiert systematisch die Formen dieser Politik: Anwerbungen von früh amnestierten oder nie verurteilten NS-Verbrechern als Informanten und Agenten in Ost und West, mangelhafte Ermittlungen gegen Hunderte belastete DDR-Bürger, vereitelte Strafverfahren gegen angesehene DDR-Ärzte und verweigerte Rechtshilfe für die ausländische Justiz bei gleichzeitiger Monopolisierung vieler Akten durch die Geheimpolizei. In dieser Praxis entpuppt sich der DDR-Antifaschismus als instrumentelles Kampfprogramm in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz.

Die Bundesbeauftragte, Marianne Birthler anlässlich der Präsentation des Buches von Henry Leide

Weitere Informationen zur Buchreihe und zum diesem Titel auf der Website des Verlags Vandenhoeck & Ruprecht.

Zum Autor/Herausgeber

BStU (Hg.)

Henry Leide

Jahrgang 1965; Sachbearbeiter für Politische Bildung in der Außenstelle Rostock des BStU

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