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Publikation

Parteien im Kalten Krieg

Die Ostbüros von SPD, CDU und FDP

BStU (Hg.), Dr. rer. soc. Wolfgang Buschfort

Reihe
Wissenschaftliche Reihe

Umfang
260 Seiten

Auflage
1. Auflage, Berlin 2000

Verlag
Ch. Links Verlag

Preis
18,00 €

ISBN
3-86153-226-3

Sprache
Deutsch

Band 19

Inhalt

Als Folge des politischen Gleichschaltungsprozesses in der SBZ/DDR und des Flüchtlingstroms, der sich ab 1946 in den Westen ergoß, entstanden in der Bundesrepublik und in Westberlin zahlreiche Organisationen und Stellen, die sich der Flüchtlingsbetreuung und dem politischen Kampf gegen das SED-Regime widmeten.

Auch die bundesdeutschen Parteien schufen sich mit den "Ostbüros" besondere Strukturen, die als Anlaufstellen für politisch engagierte "Zonenflüchtlinge" dienten und mit deren Hilfe der Kontakt zu heimlichen Anhängern im Osten organisiert wurde.

In den fünfziger Jahren waren die Aktivitäten der Ostbüros, wie Verbindungsarbeit, Informationsbeschaffung und Propagandatätigkeit, stark von der Vorstellung bestimmt, daß eine Wiedervereinigung in absehbarer Zeit möglich sei.

Wolfgang Buschfort rekonstruiert in seinem Buch nicht nur umfassend die Arbeit des Ostbüros, sondern untersucht auch – anhand von Akten aus der Hinterlassenschaft des Ministeriums für Staatssicherheit – eingehend die "Gegenreaktionen" des SED-Staates: Anschläge, Entführungen, Diffamierungskampagnen oder Psychoterror.

Die Aktivitäten des MfS waren erfolgreich: Die Dezimierung und Einschüchterung ihrer Kontaktleute durch massive Verhaftungen und die zersetzende Wirkung unterschiedlicher konspirativer Aktionen im Westen trugen ebenso zum Niedergang der Ostbüros bei wie die Abkehr der Parteien von der Konfrontationspolitik des Kalten Krieges.

Zum Autor/Herausgeber

BStU (Hg.)

Dr. rer. soc. Wolfgang Buschfort

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