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Pressemitteilung

"Bühne der Dissidenz und Dramaturgie der Repression. Ein Kulturkonflikt in der späten DDR"

Ausgerechnet das provinzielle Gera wurde in den 1980er Jahren zum Schauplatz eines bemerkenswerten Kulturkonflikts. Die von Industrie und Verwaltung geprägte Bezirksstadt war im Gegensatz zum benachbarten Jena nicht gerade bekannt als ein Ort mit einer lebendigen Jugend- und Studentenszene. Dennoch entwickelten auch hier unkonventionelle Nachwuchskünstler – unter ihnen der Liedermacher Stephan Krawczyk – Anfang der 1980er Jahre neue formale und inhaltliche Ansätze.
Schnell gerieten die eigenwilligen Künstler ins Visier der Staatssicherheit. Im zentralen Operativvorgang ZOV "Bühne" wurde das geheimpolizeiliche Vorgehen gegen sechs Künstler und einen Kunstwissenschaftler zusammengeführt. Der dicht dokumentierte Vorgang steht im Zentrum einer neuen Publikation des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), die gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena erarbeitet wurde. Das Buch macht deutlich, wie unterschiedlich die Funktionäre vor Ort agierten. Während die zuständigen Kulturpolitiker die Künstler förderten oder zumindest tolerierten, bekämpfte die örtliche Staatssicherheit sie von Anfang an mit großem Aufwand.

PUBLIKATION: Bühne der Dissidenz und Dramaturgie der Repression. Ein Kulturkonflikt in der späten DDR.
Herausgegeben von Lutz Niethammer und Roger Engelmann(BStU).
Mit Beiträgen von: Matthias Braun (BStU), Jeannette van Laak, Katharina Lenski, Martin Morgner (alle Friedrich-Schiller-Universität Jena). Göttingen, 2014

Rezensionsexemplare sind über die Pressestelle des BStU erhältlich.

Hinweis: Am 24. Januar 2014 findet im Theater Gera eine Veranstaltung zum Thema des Buches mit Stephan Krawczyk statt.

Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin

Kontakt zur Pressestelle

Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin

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Dagmar Hovestädt

Telefon: 030 2324-7170