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Pressemitteilung

Interesse an Stasi-Akten auch 2012 ungebrochen

Über 88.000 Anträge auf Akteneinsicht von Bürgerinnen und Bürgern

Die Gesamtzahl von 88.231 Anträgen auf persönliche Akteneinsicht für das Jahr 2012 (2011: 80.611) zeigt ein wieder gestiegenes Interesse an dieser einmaligen Möglichkeit des Informationszugangs zu den Unterlagen einer Geheimpolizei. Gut zwei Drittel dieser Anträge gingen in den zwölf Außenstellen des Bundesbeauftragten ein.

Im Bereich der Akteneinsicht für Forschung und Medien (1.430 Anträge) sind in den Spitzen bei diversen Einzel-Anträgen über 170.000 Seiten für die Akteneinsicht recherchiert und Tausende von Seiten in Kopie herausgegeben worden. Besonders umfangreiche Recherchen zum Wirken der Stasi erfolgten etwa zu den Themen Freikauf von DDR-Häftlingen, ehemalige NSDAP-Mitglieder in der Bundesrepublik, Studentenbewegung, das Bernsteinzimmer, aber auch zum Projekt Todesfälle an der innerdeutschen Grenze und zur U-Haft der Stasi in Erfurt. Auch das Wirken der Stasi bei der erzwungenen Arbeit politischer Häftlinge in DDR-Gefängnissen für westliche Unternehmen wie IKEA war 2012 ein gefragtes Thema.

Die Antragszahlen für das Jahr 2012 nach Kategorien aufgeschlüsselt:

88.231 Anträge auf persönliche Akteneinsicht (inkl. Wiederholungsanträge, Anträge auf Decknamenentschlüsselung und Kopien). GESAMT seit 1992: 2.918.325

1.430 Anträge auf Akteneinsicht für Forschung und Medien. GESAMT seit 1992: 27.730

17.060 Ersuchen öffentl. Dienst, Rentenangelegenheiten, Sicherheits¬überprüfungen u.a. (darunter 317 Ersuchen öffentl. Dienst; 2011: 210). GESAMT: 3.358.455

5.547 Ersuchen Rehabilitierung, Wiedergutmachung, Strafverfolgung. GESAMT: 488.691

Seit Bestehen der Behörde sind damit 6.793.201 Anträge eingegangen. Für weitere Zahlen und Details: www.bstu.de

Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin

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Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin

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Dagmar Hovestädt

Telefon: 030 2324-7170