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Pressemitteilung

Wirtschaftsreformen und Beat-Revolte

Buchvorstellung und Diskussion zu den Geheimberichten an die SED-Spitze im Jahr 1965

Das Jahr 1965 sollte für die SED eigentlich ein Jahr des Wandels werden. Gefestigt in der Sicherung der DDR durch die Mauer begann die Partei ihre Wirtschaftspolitik zu reformieren, zaghaft begleitet von einer Öffnung für ein vielfältiges "geistiges Leben". Doch selbst die vorsichtigen Reformen waren einem Teil des SED-Apparates sofort suspekt, weil er um seine Macht fürchtete. Entsprechend lieferten ihm Meldungen der Stasi über Störungen und Havarien in den Betrieben, aber auch über das Interesse junger Menschen an "westlicher" Beat-Musik Munition. Am Ende des Jahres setzte das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED - auch bekannt als "Kahlschlag-Plenum" - den Reformen ein Ende.

Der Jahresband 1965 aus der wissenschaftlichen Edition des BStU "Die DDR im Blick der Stasi" ist Ausgangspunkt des Abends. Zeitzeugen und Experten diskutieren, wie die Beschlüsse der jungen Generation und den Künstlern Musik, Filme und Freiheit raubten und der Wirtschaftsreform das Rückgrat brachen. Die Schauspielerin Inka Löwendorf, Ensemblemitglied der Volksbühne, umrahmt das Programm mit einer Lesung aus den Berichten der Stasi an die SED.

Datum: Dienstag, 10. Februar 2015, 18.30 Uhr

Einführung:

  • Dr. Bernd Florath, BStU, Autor des 1965er Bandes

Podium:

  • Jürgen Böttcher alias Strawalde, Regisseur und Maler
  • Prof. Thomas Heise, Regisseur
  • Dr. Bernd Florath, BStU

Moderation:

  • Prof. Dr. Daniela Münkel, BStU

Ort: Grüner Salon in der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz 2, 10178 Berlin-Mitte, (U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz der U2)

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Publikation unter: www.ddr-im-blick.de

Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin BStU

Mitveranstalter:

  • Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
  • Grüner Salon in der Volksbühne

Kontakt zur Pressestelle

Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin

Pressesprecherin

Dagmar Hovestädt

Telefon: 030 2324-7170