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Das Bild zeigt mehrere uniformierte Polizisten, die an stehenden Menschen vorbei eine Straße entlang rennen.
Podiumsdiskussion

Chronisten des Untergangs

Die Stasi in der Friedlichen Revolution

Zeit

18. September 2019, 19:00 Uhr

Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103
"Haus 22"
10365 Berlin

Veranstalter

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin
Telefon: (030) 2324 8918
E-Mail: veranstaltungen@bstu.bund.de

Mitveranstalter

Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Ruschestraße 103
10365 Berlin
Telefon: (030) 577998010

Vandenhoeck & Ruprecht
Theaterstraße 13
37073 Göttingen

Der Eintritt ist frei.

1989 wird das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unfreiwillig zum Chronisten einer Revolution: Anfang des Jahres dokumentiert die Stasi lokale Konflikte mit Umweltgruppen und Protestaktionen für Reisefreiheit. Als im Mai erstmals Wahlfälschungen nachgewiesen werden, registriert sie ungewohnt heftige öffentliche Kritik.

Im September beginnt eine Zäsur: Die Stasi warnt vor der Wut der Arbeiterinnen und Arbeiter und analysiert die Beweggründe der "Republik-Flüchtlinge". Das MfS protokolliert den wachsenden Zulauf für das Neue Forum und zu den Massendemonstrationen in den Städten der DDR. Zuletzt beschreiben die Offiziere die Besetzung ihrer eigenen Dienststellen durch die Bevölkerung und das Ende der SED-Diktatur.

Wie reagierte die SED-Führung auf die Berichte der Stasi? Welche Strategien wurden erwogen, um auf die finale Krise der SED zu reagieren? Zeitzeugen erinnern sich.

Programm

Impulsvortrag: Dr. Mark Schiefer (BStU) über die neue Publikation "Die DDR im Blick der Stasi 1989"

Podiumsgespräch:

Als ranghoher SED-Funktionär bekam Hans Modrow die Berichte des Ministeriums für Staatssicherheit selbst auf den Tisch – ab November 1989 als Vorsitzender des Ministerrates und Mitglied des Politbüros.

Peter Grimm (Journalist und Filmproduzent) gehörte als Mitbegründer der Initiative Frieden und Menschenrecht zur Opposition in der DDR.

Roland Jahn, heute Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen, berichtete aus West-Berlin über die Entwicklungen in der DDR.

Prof. Dr. Daniela Münkel (BStU) ist die Herausgeberin der Publikationsreihe „Die DDR im Blick der Stasi“ und analysiert den politischen Umbruch als Historikerin.

Moderation: Dagmar Hovestädt (BStU)

Im Anschluss: Empfang

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