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Die ehemalige Bezirksverwaltung des MfS in Gera (1990)
Gedenktag

Die Besetzung der Geraer Stasi-Bezirksverwaltung

Zeitzeugen erinnern sich am historischen Ort

Zeit

03. Januar 2020, 10:00 - 17:00 Uhr

Ort

BStU-Außenstelle Gera
Hermann-Drechsler-Straße 1, Haus 3
07548 Gera
Telefon: (0365) 5518-0
E-Mail: astgera@bstu.bund.de

Veranstalter

BStU-Außenstelle Gera
Hermann-Drechsler-Straße 1, Haus 3
07548 Gera
Telefon: (0365) 5518-0
E-Mail: astgera@bstu.bund.de

Der Eintritt ist frei.

10:30, 11:30 und 12:30 Uhr  |  Führungen durch das Stasi-Unterlagen-Archiv Gera

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erklären auf dem Rundgang, wie und warum die Stasi die Akten anlegte und wie das Archiv heute mit ihnen arbeitet.

11:00 Uhr  |  "Zivilcourage" - Dokumentarfilm von Diethardt Klante

Der Film schildert aus der Sicht der Beteiligten die erste Besetzung einer Dienststelle des Staatssicherheitsdienstes. Am Vormittag des 4. Dezembers 1989 erzwangen Bürgerinnen und Bürger den Zutritt zum Bezirksamt für Nationale Sicherheit in der Erfurter Andreasstraße. Die Initiative ging von fünf couragierten Frauen aus, die eine weitere Vernichtung der Geheimpolizeiakten verhindern wollten. Diese überaus mutige Tat löste weitere Besetzungsaktionen in verschiedenen Orten der DDR aus, wodurch ein großer Teil der Unterlagen der Staatssicherheit vor der weiteren Vernichtung bewahrt werden konnte.

14:00 Uhr  |  Zeitzeugengespräch

Referenten: Roland Geipel, Silvio Nitschke, Armin Weiland und Peter Engelbrecht (Redakteur Nordbayrischer Kurier)

Moderation: Reinhard Keßler

Protagonisten aus der Zeit der Besetzung und Auflösung der Geraer Stasi-Zentrale erinnern an die Geschehnisse vor 30 Jahren. Peter Engelbrecht berichtet über die Wahrnehmung des politischen Umbruchs in Westdeutschland und vermittelt damit einen interessanten Kontrast zu den Berichten der Zeitzeugen. In dem Gespräch sollen unter anderem die individuellen Beweggründe für das Engagement der Stasi-Besetzerinnen und -Besetzer beleuchtet werden. Auch werden der Öffentlichkeit bisher unveröffentlichte Erinnerungen bekanntgegeben. Dabei soll dem Publikum Gelegenheit gegeben werden, sich an der Gesprächsrunde zu beteiligen.

16:00 Uhr  |  Außengeländeführung "Unterwegs im Stasi-Revier“

Im Anschluss an das Zeitzeugengespräch führen die Zeitzeugen über das Gelände der ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung. Dabei soll den Bürgerinnen und Bürgern die Dimension der damaligen Anlage vor Augen geführt werden. Zudem macht der Rundgang deutlich, mit welchen Herausforderungen die Stasi-Besetzer vor 30 Jahren konfrontiert waren.

Ausstellungen   

Dauerausstellung: Stasi – Schattenarmee einer Diktatur

Die Ausstellung informiert über das Wirken der Stasi im Bezirk Gera. Als Exponate sind unter anderem  Überwachungstechnik und Einbruchswerkzeuge zu sehen.

Sonderausstellung: Die Mauer. Eine Grenze durch Deutschland

20 großformatige Plakate erzählen die Geschichte sowohl der innerdeutschen Grenze als auch der Berliner Mauer. Das Autorengespann Sven Felix Kellerhoff (Die Welt) und Dr. Ralf Georg Reuth (BILD) beschreibt das SED-Grenzregime und seine Opfer, die Haltung der Westmächte zum Mauerbau, Fluchten und Fluchthilfe, den Alltag entlang der innerdeutschen Grenze und in der geteilten Stadt wie auch die glückliche Überwindung der Teilung mit der Friedlichen Revolution des Jahres 1989. Den Abschluss bildet die juristische Aufarbeitung der Grenze durch Deutschland mit den Mauerschützenprozessen.
Herausgeber der Ausstellung sind Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, DIE WELT und BILD.

Sonderausstellung: "Visafrei nach Hawai“

Präsentation von Observationsfotos der Stasi über die Friedliche Revolution 1989 in Gera

Weitere Angebote

Lesecafé       

Ausgewählte Musterakten geben einen Eindruck vom Wirken der Stasi in der Region, von den Berichten der inoffiziellen Mitarbeiter und vom Schicksal jener Personen, die als "negativ-feindlich" eingestuft wurden.

StasiHörbar   

An der Hörstation sind Tondokumente aus der Zeit der Friedlichen Revolution 1989 zu erleben, darunter mitgeschnittene Telefonate von Stasi-Mitarbeitern, Demonstrierenden und Polizei.

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