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Kolloquium

Spionage, Kalter Krieg und deutsche Teilung

Wissenschaftliches Kolloquium

Zeit

11. November 2020, 18:15 Uhr

Ort

BStU - Zentralstelle
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
Haus 31, Raum 804-806 (8. Etage)
10178 Berlin

Veranstalter

BStU - Abteilung Kommunikation und Wissen
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin
Telefon: 030 2324-8801
E-Mail: GZ.BF@bstu.bund.de

Der Eintritt ist frei.

Wir bitten um Anmeldung per Mail unter GZ.BF@bstu.bund.de. Die Veranstaltung findet gemäß der Auflagen der aktuellen Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin statt. Dadurch ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei zugänglich.

 

Vortrag von Herrn Dr. Ronny Heidenreich (Referent beim Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin)

Geheimdienste produzieren Informationen, die besonders in Zeiten wachsender Unsicherheit gefragt sind. Spionage erlebte deshalb zu Beginn des Kalten Krieges eine Blütezeit. Sie gewann im geteilten Deutschland bislang unbekannte Dimensionen und entwickelte sich zu einem bislang wenig beachteten Massenphänomen. An der Schnittstelle der beiden Blöcke gelegen avancierte die DDR bis zum Mauerbau 1961 zu einem Hauptbetätigungsfeld westlicher Geheimdienste. Unter ihnen nahm der Bundesnachrichtendienst (BND) und seine Vorläuferin, die Organisation Gehlen, einen besonderen Platz ein.

Eine Untersuchung der frühen DDR-Spionage des Bundesnachrichtendienstes lohnt deshalb in mehrfacher Hinsicht. Zum einen kann erstmals aktengestützt am Beispiel des BND beschrieben werden, wie Geheimdienste im frühen Kalten Krieg Wissen vor allem durch Anwerbung von Informanten zu generieren versuchten. Mindestens ebenso interessant ist die die Frage, nach welchen Kriterien und mit welchen Intentionen diese Informationen verarbeitet wurden, mit denen letztlich Bedrohungsvorstellungen in den politischen Raum hinein kommuniziert wurden.

Letzteres gilt für West und Ost gleichermaßen: Wie wirkungsmächtig waren die BND-Berichte über die DDR im Westen? Und welche Rückwirkungen hatte die westliche Spionage auf die Agentenhysterie von SED und MfS und letztlich die politische Repression in der Sowjetischen Besatzungszone und der frühen DDR? Darum geht es in dem Vortrag, der auf der Dissertation von Ronny Heidenreich beruht.

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