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Schwarz-weiß-Foto der Buna-Werke in Schkopau im Jahr 1990 mit zwei Personen im Vordergrund
Buchvorstellung und Diskussion

Stasi im Chemierevier

Planwirtschaft und Umweltkonflikte im Blick der Geheimpolizei

Zeit

12. November 2020, 18:30 Uhr

Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103
"Haus 22"
10365 Berlin

Veranstalter

BStU
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin
Telefon: (030) 2324-0
E-Mail: post@bstu.bund.de

Mitveranstalter

Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Ruschestraße 103
10365 Berlin
Telefon: (030) 577998010

Vandenhoeck & Ruprecht
Theaterstraße 13
37073 Göttingen

Der Eintritt ist frei.

Das Hallenser Chemierevier war ein Schwerpunkt der Stasi-Überwachung: 1989 führte alleine die Objektdienststelle Chemiekombinat Bitterfeld 32 hauptamtliche und 158 inoffizielle Mitarbeiter. Die Geheimpolizei ermittelte bei Planmanipulationen, kontrollierte Anlagenimporte, sorgte für die Geheimhaltung von Umweltdaten und war stets bei größeren Unfällen und Havarien vor Ort.

Warum waren die Offiziere gerade in diesem Sektor so aktiv? Mit welchen Methoden gingen sie vor? Und welche Auswirkungen hatte das auf die Betroffenen?

Historiker und Zeitzeugen widmen sich der Stasi als Akteurin der Planwirtschaft. Sie analysieren, wie SED und Geheimpolizei mit der ökonomischen Überforderung der Betriebe und der damit einhergehenden Umweltkatastrophe umgingen. Damit beleuchten sie eine bisher eher selten beachtete Rolle der Staatssicherheit.

Anmeldung erforderlich: per Mail unter: besuch@bstu.bund.de oder per Tel. 030 2324-6699. Die Veranstaltung findet gemäß der Auflagen der aktuellen Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin statt. Dadurch ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei zugänglich.

Programm

17 Uhr | Sonderführung
Sonderführung durch das Stasi-Unterlagen-Archiv.

18.30 Uhr | Buchvorstellung und Diskussion
Begrüßung: Prof. Dr. Daniela Münkel, BStU
Kurzvortrag: Dr. Martin Stief und Dr. Mark Schiefer
Film: Bitteres aus Bitterfeld
Kurzfassung einer Dokumentation, die die Umweltskandale aufdeckte und die Stasi auf den Plan rief.
 

Podiumsdiskussion:

  • Dr. Mark Schiefer, BStU, Historiker, arbeitet zur Verflechtung von Staatssicherheit und Planwirtschaft im Chemierevier.
  • Dr. Martin Stief, BStU, Historiker, forscht zu Staatssicherheit und Umweltzerstörung im Chemierevier Halle–Bitterfeld.
  • Uli Neumann, Journalist und Dokumentarfilmer, war an der Entstehung und Verbreitung der Dokumentation „Bitteres aus Bitterfeld“ beteiligt.

Moderation: Peter Wensierski, berichtete als Redakteur des ARD-Magazins Kontraste über Umweltkonflikte der DDR.

Eine Veranstaltung des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen in Kooperation mit der Robert-Havemann-Gesellschaft und dem Vandenhoeck & Ruprecht Verlag.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Während der Veranstaltung werden Aufnahmen gemacht, die für die Öffentlichkeitsarbeit der beteiligten Institutionen verwendet werden. Wenn Sie nicht auf den Foto- oder Filmaufnahmen erscheinen möchten, sprechen Sie uns bitte an.

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