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zerstörte Frauenkirche in Dresden
Tagung

Versöhnung durch Aufarbeitung?

Der Umgang mit geheimpolizeilichen Akten im internationalen Vergleich

Zeit

20. September 2018, 10:00 - 16:00 Uhr

Ort

Unterkirche der Frauenkirche
Neumarkt
01067 Dresden

Veranstalter

BStU-Außenstelle Dresden
Riesaer Straße 7
01129 Dresden
Telefon: (0351) 2508-0
E-Mail: astdresden@bstu.bund.de

Mitveranstalter

Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
Schützenhofstraße 36
01129 Dresden

BStU - Außenstelle Chemnitz
Jagdschänkenstraße 52
09117 Chemnitz

BStU- Außenstelle Leipzig
Dittrichring 24
04109 Leipzig

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Regionalbüro Mitteldeutschland
Schönnewitzer Straße 9a
06116 Halle

Wilhelm-Külz-Stiftung
Radeberger Straße 51
01099 Dresden

Der Eintritt ist frei.

Nach den politischen Umbrüchen in Osteuropa, Lateinamerika und Südafrika bewegte die Aufarbeitung der diktatorischen Unterdrückungsmaßnahmen viele Gesellschaften.
Ein besonderer Blick fällt dabei auf die Rolle der Geheimpolizeien und der von ihnen hinterlassenen Aufzeichnungen. In der Bundesrepublik können Bürgerinnen und Bürger bereits seit 1992 Stasi-Akten einsehen.

Nach mehr als 25 Jahren Aufarbeitung stellt sich nun nicht nur in Deutschland die Frage, ob es zu einer Annäherung oder gar zu einer Versöhnung zwischen den Betroffenen und ihren Unterdrückern kommen kann.
 
Die Tagung nähert sich diesem Thema aus internationaler Perspektive und nimmt auch die Situation in Deutschland seit 1990 in den Blick.

Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich nicht zuletzt auch an Schulen und Universitäten.
Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung unter astdresden@bstu.bund.de oder 0351-25083411 erforderlich. Die Ausstellung einer Teilnahmebescheinigung ist durch die SLpB möglich (bitte bei Anmeldung angeben).

Programm

10:00-10:15 I Begrüßung

Pfarrer Sebastian Feydt, Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche
Dr. Roland Löffler, Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung
Konrad Felber, Leiter der BStU-Außenstelle Dresden

10:15-11:50 I Podium I
„Gesellschaftliche Versöhnung in posttotalitären Systemen“

Andriy Kohut, Direktor des staatlichen Ressortarchivs des Sicherheitsdienstes der Ukraine
Dr. Patricia Cerda-Hegerl, chilenische Schriftstellerin und Historikerin
Dr. Joachim Braun, ehemaliger ZDF-Südafrika-Korrespondent und Herausgeber des Bandes Versöhnung braucht Wahrheit

Moderation: Wolfgang Brinkschulte, MDR  

11:55 I Pause

13:00 | Kaffee

13:15 I Szenische Lesung aus Stasi-Akten mit musikalischer Begleitung

Utz Rachowski, Autor
Dr. Maria Fiebrandt, BStU-Außenstelle Dresden
Musik: Titus Maack, Cello, Sächsische Staatskapelle

14:00 I Podium II
„DDR-Diktaturgesellschaft: Ist Versöhnung möglich?“

Bettina Wegner, Liedermacherin und Bürgerrechtlerin
Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen
Lutz Rathenow, Sächsischer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Moderation: Wolfgang Brinkschulte, MDR

15:50 I Schlussworte
Dr. Roland Löffler, Pfarrer Sebastian Feydt