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Kundgebung gegen staatliche Gewalt und für Meinungs- und Versammlungsfreiheit
Lesung

Wende einer Chronik

Zeit

01. Dezember 2019, 19:30 Uhr

Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103
"Haus 22"
10365 Berlin

Veranstalter

Historikerlabor e.V.
Birkbuschstr. 17
12167 Berlin
Telefon: (0179) 2295494
E-Mail: kontakt@historikerlabor.de

Mitveranstalter

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin
Telefon: (030) 2324 8918
E-Mail: veranstaltungen@bstu.bund.de

Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Ruschestraße 103
10365 Berlin
Telefon: (030) 577998010

Dokumentartheaterstück von Inga Dietrich, Sabine Werner und dem Historikerlabor e.V.

Im Anschluss gibt es ein Publikumsgespräch.

Tickets: 12 €, ermäßigt 8 €, erhältlich an der Abendkasse
Reservierung: kontakt@historikerlabor.de


30 Jahre nach dem Mauerfall wirft das Projekt einen Blick zurück: Auf ein Land, in dem die Menschen gelebt haben, in dem sie sich eingerichtet haben, aus dem sie geflohen sind. Einem Land, in dem jede kritische Äußerung durchdacht sein wollte, in dem die kritischen Stimmen schließlich eine Revolution auslösten.

In seinem 5. Dokumentartheater-Projekt widmet sich das HISTORIKERLABOR e.V. der Zeit um 1989/90. In einer szenischen Performanz stellen Historiker*innen gemeinsam mit Theaterschaffenden/Schauspieler*innen ihre Rechercheergebnisse zur »Wende« einem Publikum vor. Anhand von historischen Dokumenten rekonstruiert das Stück jene Ideen und Diskussionen, die einschneidende Veränderungen herbeiführten, stellt dabei auch neue Fragen: Wie blickte die Bundesrepublik auf die DDR, wie die Menschen mit Migrationshintergrund? Und woher in diesem »antifaschistischen« Staat kamen all die Neonazis, die es gar nicht geben durfte, die aber bald die Schlagzeilen beherrschen sollten?

Am historischen Ort werfen neu zusammengestellte und kommentierte Quellen aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv, dem Archiv der DDR-Opposition und der west- und ostdeutschen Medien Licht auf aktuell diskutierte Themen, auf die Transformationsprozesse und Akteure der »Wende«.

Das Tempo, das an den Tag gelegt wurde, führte zu schnellen, teilweise unreflektierten Entscheidungen. Die  diversen Oppositionsgruppen rückten zunehmend in den Hintergrund, alternative Ideen wurden kaum gehört. Zum Teil folgte der Euphorie eine »Katerstimmung«. Die hier vorgestellte multiperspektivische Betrachtung soll es ermöglichen, die Geschehnisse neu zu hinterfragen.


Das Projekt wird gefördert von der Friede-Springer-Stiftung, dem Fonds Soziokultur, der Bundesstiftung zur  Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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