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Pressemitteilung

Quellensammlung "MfS und Grenze" jetzt online

Blick ins Weisungsgeflecht zur Sicherung der DDR-Grenze

Im Jargon der DDR-Sicherheitsorgane hieß es "Republikflucht" oder "Grenzverletzung", aber auch "friedensgefährdendes Verbrechen", "terroristischer Angriff" oder "Grenzprovokation", wenn ein DDR-Bürger sein Land in Richtung Westen verlassen wollte. Unter dem Begriff der "Gewährleistung der Unantastbarkeit der Staatsgrenze" verstand die DDR daher auch vorrangig den vorbeugenden und zuverlässigen Schutz vor Massenabwanderung und Flucht der eigenen Bevölkerung.

Zum 13. August, dem 52. Jahrestag des Mauerbaus, stellt die Forschungsabteilung des BStU eine umfassende Quellensammlung zu Mauer und innerdeutscher Grenze vor. Erstmals wird mit der Online-Stellung in diesem Umfang (150 Dokumente mit ca. 8.000 Seiten) die Vielzahl der im Archiv des BStU überlieferten Dokumente des MfS, mit ihm kooperierender Ministerien und anderer staatlicher Stellen der DDR schnell abrufbar.

Das dauerhafte Problem des "Ausblutens der DDR" wurde durch ein Geflecht offen repressiver Maßnahmen – wie den "Schießbefehl" – und einer Vielzahl subtiler und präventiv wirkender Weisungen verhindert. Die Quellensammlung ermöglicht vertiefende Einblicke in die komplexen institutionellen Verzahnungen und Koordinierungen bei der Grenzsicherung.

Thematisch gliedert sich die Sammlung wie folgt:

  • allgemeine Fluchtverhinderung sowie Kontrolle des Grenzgebietes und der militärischen Grenzsicherung,
  • spezielle Regelungen zur Fluchtverhinderung und Grenzsicherung im Berliner Raum ("Ring um West-Berlin"),
  • Sicherung der Grenzübergangsstellen und der Überwachung des grenzüberschreitenden Verkehrs,
  • Untersuchung und Strafverfolgung von geplanten und tatsächlichen Fluchtversuchen.

Seit 9. August online unter: www.bstu.bund.de/mfs-und-grenze

Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin

Kontakt zur Pressestelle

Dagmar Hovestädt, Pressesprecherin

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Dagmar Hovestädt

Telefon: 030 2324-7170