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Das Bild zeigt den Innenhof des Campus für Demokratie aus der Vogelperspektive.

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie

40 Jahre lang war es die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit. Die Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg aber wurde ebenfalls zum Schauplatz der Friedlichen Revolution, als mutige Bürgerinnen und Bürger auf das Gelände vordrangen, um das Ende der Geheimpolizei zu besiegeln. Seither wird der Ort für die Aufklärung über die SED-Diktatur genutzt, seit 2012 mit der Idee des Campus für Demokratie verknüpft: Als ein Ort, der jeden einlädt, die gesellschaftliche Dynamik zwischen Diktatur und Demokratie zu reflektieren.

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Die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Lichtenberg war mit rund 50 Gebäuden und Tausenden Büros ein riesiger Komplex, in dem zu DDR-Zeiten bis zu 7.000 hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig waren. Um die Macht der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zu sichern, organisierten sie von hier aus den Repressions apparat zur Überwachung und Unterdrückung der DDR-Bevölkerung sowie die Auslandsspionage der DDR.

Im Januar 1990 drangen Bürgerinnen und Bürger auf das Gelände vor und trugen dazu bei, dass das Wirken der Stasi beendet und die Vernichtung der Akten weitgehend gestoppt wurde. Heute ist die frühere Bastion der Geheimpolizei ein Ort der Aufklärung über Diktatur und Widerstand, ein Lernort für Demokratie.

Angebote vor Ort

Lageplan zum Campus für Demokratie
Aktenstapel der Bildhauerin Barbara Krückemeyer

Ausstellung "Einblick ins Geheime"

Welche Bedeutung hatten die Unterlagen für die Arbeit der Geheimpolizei? Wozu legte die Stasi über 41 Millionen Karteikarten an? Wie werden die Akten heute zur Aufarbeitung der SED-Diktatur genutzt? "Einblick ins Geheime" macht das Stasi-Unterlagen-Archiv und seine Bedeutung für die Gegenwart besser begreifbar.

Die Dauerausstellung im historischen "Haus 7" auf dem Gelände der "Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie" ist täglich geöffnet. Über Originalobjekte, Videos und eine "begehbaren Akte" können Besucherinnen und Besucher das Archiv kennen lernen. Sie haben die Möglichkeit, sich vor Ort eigenständig mit ausgewählten Stasi-Unterlagen zu beschäftigen, um so mehr über Struktur, Methoden und Wirkungsweise der Staatssicherheit zu erfahren.

Mehr zur Ausstellung erfahren: Einblick ins Geheime

Ausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur"

In "Haus 1", dem heutigen Stasi-Museum, informiert die Ausstellung "Staatssicherheit in der SED-Diktatur" über das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) als Geheimpolizei der Sozialistischen Einheitspartei Deutschland (SED). Das Museum hat täglich geöffnet.

Im ehemaligen Dienstsitz des Ministers für Staatssicherheit Erich Mielke, zeigt die Ausstellung auf drei Etagen die Entstehung, Entwicklung und Tätigkeit der Staatssicherheit als "Schutz- und Sicherheitsorgan". Sie zeichnet nach, wie Hunderttausende Menschen für das MfS aktiv wurden: Sie waren hauptamtliche oder inoffizielle Mitarbeiter oder sie unterstützten das MfS als Funktionäre in der Verwaltung. Vielfältige Beispiele verdeutlichen die enge Zusammenarbeit des MfS mit allen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Institutionen in der DDR.

Mehr zur Ausstellung erfahren: Staatssicherheit in der SED-Diktatur

Sitzungssaal in der Mielke-Etage mit repräsentativen Möbeln, DDR-Karte und Kunst von Frankenstein
Schülergruppe im Stasi-Museum

Bildungsangebote am historischen Ort

Das Bildungsteam des BStU bietet Angebote für Schulklassen, Studierende, Lehrende und Projekttage am historischen Ort. Dazu gehören Projekttage, Kooperationsprojekte mit der Stiftung Berliner Mauer und der Gedenkstätgte Hohenschönhausen sowie Unterstützung für Lehrkräfte bei der zeitgemäßen Vermittlung von DDR-Geschichte im Unterricht.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bildungsteams sitzen im historischen "Haus 1" und verfügen dort über eine Projektwerkstatt.

Mehr zu diesen Angeboten erfahren: Bildunsgteam des BStU

Historische Unterlagen zur Stasi-Zentrale

Broschüre: Die Stasi-Zentrale

Die Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie

Ort der Repression, Ort der Revolution, Ort der Aufklärung
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