Direkt zum Seiteninhalt springen
Das Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder)

Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt

Im Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder) lagern etwa 7.700 lfd. M. Unterlagen der Bezirksverwaltungen (BV) für Staatssicherheit Cottbus und Frankfurt (Oder) sowie aus den Kreisdienststellen dieser beiden Bezirke.

Zum Inhalt springen

Über den Standort

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag: 08:00-17:00 Uhr
Freitag: 08:00-14:00 Uhr

Bürgerberatung

Persönliche Beratung

Montag bis Donnerstag: 08:00-17:00 Uhr
Freitag: 08:00 - 14:00 Uhr

Telefonische Auskünfte

Die Bürgerberatung der Regionen Frankfurt (Oder) und Cottbus erreichen Sie unter
Telefon 0335 6068-0

Rüdiger sielaff, Außenstellenleiter Frankfurt (Oder)

Außenstellenleiter

Rüdiger Sielaff

Telefon: 0335 6068-2411
Fax: 0335 6068-2419
E-Mail: astfrankfurt@bstu.bund.de

Aktuelle Veranstaltungen in der Region Frankfurt

Termin
Bürgerberatung

Beobachten - Verfolgen - Zersetzen

Storkow - Uhr

Termin
Führung

"Arkanum der Macht" - Die Geheime Ablage der Stasi

Frankfurt (Oder) - Uhr

Sept

Okt

Das Archiv

Im Juni 1996 wurde das Haus in der Fürstenwalder Poststraße durch die 23 Mitarbeiter/innen des Sachgebietes Archivwesen bezogen. Sie brachten etwa 7.700 lfd. M. (80 LKW-Ladungen) Unterlagen der Bezirksverwaltungen (BV) für Staatssicherheit Cottbus und Frankfurt (Oder) aus dem Stasi-Bunker in der heutigen Robert-Havemann-Straße mit. Von diesen Unterlagen stehen inzwischen etwa 7.500 lfd. M. personen- und teilweise sachbezogen für Auswertungszwecke zur Verfügung.

Das Archivgebäude beherbergt neben den Arbeitsräumen der Mitarbeiter vor allem die Akten und Karteien der Staatssicherheit und darüber hinaus eine Vielzahl von Bilddokumenten. Die Unterlagen werden in modernen Regalanlagen aufbewahrt. Die Archivarbeit wird in drei Arbeitsbereichen erledigt: Magazin, Kartei und Erschließung.

Standort Frankfurt Oder, Außenansicht

Operative Hauptablage

Die von der Staatssicherheit nicht mehr ständig benötigten und deshalb in der so genannten Operativen Hauptablage archivierten Akten bilden den Kern der personenbezogenen Unterlagen der Bezirksverwaltungen. In den knapp 100.000 Bänden der Jahrgänge 1952 bis 1989 spiegelt sich die Tätigkeit der DDR-Staatssicherheit. Neben der Operativen Hauptablage gibt es unter anderem rund 13.000 archivierte Personalakten der Mitarbeiter.

Da viele Findkarteien der Bezirksverwaltungen verloren gegangen waren, wurden die registrierten Vorgänge zu Beginn der Arbeit der Außenstelle neu erfasst und für personenbezogene Zwecke zugänglich gemacht.

Sachakten im Magazin des Stasi-Unterlagen-Archivs Frankfurt (Oder)

Sachakten

Die bei der Außenstelle archivierten Teilbestände umfassen ca. 3.000 lfd. M. Sie beinhalten Unterlagen, welche bei der Auflösung der Bezirksverwaltungen noch von den Diensteinheiten "aktiv" genutzt wurden. Verzeichnung und Ordnung der Teilbestände richten sich nach den allgemeinen archivischen Grundsätzen. Es wurden bisher ca. 2800 lfd. M. erschlossen.

Diese im Gegensatz zu den personenbezogenen Akten, z.B. der Operativen Hauptablage, so genannten Sachakten beinhalten u.a. höchst wichtige Informationen des Leiters der Bezirksverwaltung Cottbus an den 1. Bezirkssekretär der SED aus allen gesellschaftlichen Bereichen.

Kreis- und Objektdienststellen

In den unteren Geschossen des Archivgebäudes werden neben den von der Staatssicherheit archivierten Ablagen auch die Unterlagen der Diensteinheiten der Bezirksverwaltungen verwahrt. Im zweiten Obergeschoß befinden sich die Unterlagen der für die Territorien der Stadt- und Landkreise zuständigen Kreisdienststellen der Staatssicherheit sowie die Unterlagen einer Objektdienststelle (OD).

Gewissermaßen als "Nebenprodukt" für die historische Forschung sind in den Unterlagen viele Informationen über regionales und lokales Geschehen überliefert. In den Unterlagen anderer Registraturbildner (staatliche Einrichtungen, Betriebe usw.) dürften diese aus Geheimhaltungsgründen schwer zu finden sein.

Kartei

Während die von der Staatssicherheit archivierten Ablagen eines der wichtigsten Teile der Personenaktenüberlieferung darstellen, ist der Karteibereich gewissermaßen die "Steuerzentrale" für das Auffinden von Unterlagen. Auf ca. 1,68 Millionen überlieferten bzw. von der BStU wegen Vernichtungen ersatzweise gefertigten Karteikarten sind Daten gespeichert, welche dies ermöglichen.

Der Karteibereich ist im 2. Obergeschoß des Archivs untergebracht und unterliegt den gleichen strengen Sicherheitsbestimmungen, wie die Magazine. Auch wenn die ermittelten Nachweise nicht zu Akten führen, kann bereits die Karteikarte viele weiterführende Informationen enthalten.

Zerstörte Akten

Rund 1500 Behältnisse mit zerrissenem Schriftgut lagern im Keller des Archivs. Diese Unterlagen wurden in den Vernichtungsaktionen des MfS zwar nicht vollständig beseitigt, aber so zerstört, dass sie nur mühevoll wiederhergestellt werden können. Aus allen Säcken wurden die noch intakten Blätter zur Erschließung entnommen.

Die Kartei im Stasi-Unterlagen-Archiv Frankfurt (Oder)

Bestandsübersicht und Findmittel

Die Bestandsübersicht gibt einen Überblick über Inhalt, Umfang und Benutzbarkeit der Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltungen (BV) für Staatssicherheit Frankfurt (Oder) und Cottbus sowie der auf ihren Gebieten gelegenen Kreisdienststellen (KD) des MfS.

Archivführungen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen Sie durch das Archiv, in dem ca. 7.700 laufende Meter Unterlagen, darunter ca. 1,68 Millionen Karteikarten aufbewahrt werden. Der Rundgang dauert ungefähr 45 Minuten. Zu sehen sind die Magazinräumen, in denen die Stasi-Unterlagen verwahrt werden. Des Weiteren werden die Räume mit den vom MfS zerrissenen Akten und die Kartei gezeigt.

Dem Besucher werden die unterschiedlichsten Aktenkategorien erläutert, die von der Stasi nach genauen Dienstanweisungen spezifiziert wurden. Einige wichtige Karteien, die vom MfS erstellt wurden und noch heute als Grundlage für die Recherchen zur Akteneinsicht dienen, sind u.a.:

Die Führungen finden zwei mal im Jahr, am Tag der offenen Tür und bei Gruppen auf Anfrage statt. Der Eintritt ist frei. Führungen von Gruppen bitte vorab vereinbaren.

Dokumentationszentrum

In der Frankfurter Außenstelle ist auch das regionale Dokumentationszentrum des BStU im Bundesland Brandenburg zum Wirken der Stasi zu finden. Es vereint unter dem Titel "Freiheit für meine Akte" 29 Ausstellungstafeln und mehrere Vitrinen mit authentischem Material. Die im Dezember 1994 eröffnete Ausstellung erläutert in drei Räumen und dem Foyer unter anderem die Geschichte, Struktur und die Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit. Besonderen Raum wird dabei den Auswirkungen gegeben, die die Unterdrückungs- und Zersetzungsarbeit der Stasi auf das Leben der Betroffenen hatte.

Zu sehen sind auch Kopien verschiedener Stasi-Akten, darunter die eines inoffiziellen Mitarbeiters, die Personalakte eines hauptamtlichen Mitarbeiters, die Akte eines Offiziers im besonderen Einsatz (OibE).

Durch sachliche Informationen wollen wir mithelfen, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Das Dokumentationszentrum ist ein Ort der Information, der Diskussion und des Lernens, quasi eine Geschichtsstunde vor Ort. Die jungen Menschen, die das Dokumentationszentrum besuchen, sollen sich ein Bild über das Leben in der DDR machen. Sie können sich eine eigene Meinung bilden, unbeeinflusst von den Erwachsenen, von Elternhaus und Schule.

Wir bieten Führungen im Dokumentationszentrum an, Vorträge zu gewünschten Themen, Gespräche mit Betroffenen und Zeitzeugen sowie Videovorführungen. Nach Absprache können Projekttage in der Außenstelle durchgeführt werden.

Wir bitten Sie, Führungen vorab zu vereinbaren. Der Eintritt ist kostenfrei.

Öffnungszeiten

täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr

Exponat der Dauerausstellung im Informations- und Dokumentationszentrum Frankfurt (Oder)

Anfahrt

Anreise mit dem Auto

Autobahn A 12

  • bis zur Ausfahrt Frankfurt (Oder)-West Richtung Frankfurt (Oder)-West/Küstrin fahren
  • auf die B 112n (ca. 300 m) abbiegen (Schilder nach Küstrin/B112/Frankfurt (Oder)-West)
  • nach ca. 3,5 km (nächste Ampelkreuzung) rechts in die Fürstenwalder Poststraße abbiegen
  • nach ca. 1 km, auf der linken Seite befindet sich die Außenstelle

Parkmöglichkeiten

Für Besucher unserer Außenstelle stehen Parkplätze vor dem Haus 3 zur Verfügung.

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Straßenbahn

  • Linie 5 ( Neuberesinchen - Messegelände)
    bis zur Endhaltestelle Messegelände fahren (befindet sich in der Fürstenwalder Poststraße)
  • Linie 2 (Europa Universität - Messegelände)
    bis zur Endhaltestelle Messegelände (befindet sich in der Fürstenwalder Poststraße)

Ab der Endhaltestelle Messegelände sind es auf der Fürstenwalder Poststraße in Fahrtrichtung noch etwa 10 Minuten Fußweg zur Außenstelle Frankfurt (Oder).

Bus

  • Linie 980 (Seefichten - Bahnhof Rosengarten)
    bis Haltestelle Schillerstraße fahren (befindet sich in der Fürstenwalder Poststraße)
  • Linie 982 (Bahnhof - Markendorf Ort)
    Richtung Markendorf bis zur Haltestelle Schillerstraße fahren (befindet sich in der Fürstenwalder Poststraße)

Ab der Haltestelle Schillerstraße sind es auf der Fürstenwalder Poststraße in Fahrtrichtung noch etwa 5 Minuten Fußweg bis zur Außenstelle Frankfurt (Oder).

Außenstelle Frankfurt/Oder (Übersicht)
Lageplan der Außenstelle Frankfurt (Detailansicht)