Direkt zum Seiteninhalt springen
Stasi-Mitarbeiter beim Abhören eines Tonbands

Arbeitsweise der Stasi

Das Ministerium für Staatssicherheit entwickelte im Laufe seines Bestehens eine Reihe von Methoden, um seine Aufgaben zu erfüllen: von Strategien, um neue Inoffizielle Mitarbeiter zu gewinnen oder zu führen über Abhörmethoden bis hin zu Methoden der "Bearbeitung" und "Zersetzung" von "feindlichen Personen".

Alle Beiträge zum Thema Arbeitsweise der Stasi

Thema

Transitabkommen

Die Stasi sorgte für lückenlose Beobachtung von Einreise bis Ausreise aus der DDR

Am 3. Juni 1972 traten mit der Unterzeichnung des Berliner Vier-Mächte-Abkommens Reiseerleichterungen zwischen Ost und West in Kraft. In der DDR übernahm die Stasi eine zentrale Kontrollfunktion.

Thema

Die "Rosenholz"-Dateien

Die "Rosenholz"-Dateien – seit ihrer Rückführung aus den USA sind die mikroverfilmten Karteien der Hauptverwaltung Aufklärung (HV A), der Spionage-Abteilung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), Gegenstand lebhafter öffentlicher Diskussionen. Was hat es mit diesen Dateien auf sich? ...

Thema

Codename "Konfrontation"

Erstes deutsch-deutsches Treffen: Willy Brandt trifft Willi Stoph in Erfurt

Als sich am 19. März 1970 Bundeskanzler Willy Brandt und Ministerratsvorsitzender Willi Stoph auf dem Bahnhof von Erfurt begrüßten, begann 25 Jahre nach Kriegsende zum ersten Mal ein deutsch-deutsches Gipfeltreffen. Doch die Stasi war schon monatelang vorher im Einsatz. Am 13. März 1970 ...

Thema

Der Stasi-Bunker am "Waldschlößchen"

Die "Ausweichführungsstelle" der ehemaligen Bezirksverwaltung Schwerin des MfS

In der Nähe der Stadt Crivitz ließ die MfS-Bezirksverwaltung Schwerin einen Bunker errichten. Hier sollte auch unter Spannungs- und Kriegsbedingungen eine "standhafte, ununterbrochene und gedeckte Führung" möglich sein.

Thema

"Doktoren der Tschekistik"

Die Juristische Hochschule des MfS erhält das Promotionsrecht

Am 21. Juni 1968 wurde der Kaderschmiede des Ministeriums für Staatssicherheit – der Juristischen Hochschule in Potsdam-Golm – offiziell das Promotionsrecht verliehen. Die Feierlichkeiten der Hochschule zum 75. Geburtstag von Staats- und Parteichef Walter Ulbricht boten für den Festakt den ...

Thema

Vom Spitzenkader zum "imperialistischen Agenten"

Nach zweieinhalb Jahren Untersuchungshaft wurde der SED-Funktionär Paul Merker 1955 vom Obersten Gericht der DDR zu einer achtjährigen Zuchthausstrafe verurteilt, weil er angeblich staatsfeindliche Verbindungen unterhalten habe. Pläne, ihn zum Hauptangeklagten eines großen politischen ...

Thema

SED und Stasi zum Reformplenum der KPdSU im Januar 1987

Der Reformpolitik Gorbatschows trat das SED-Regime mit zunehmender Ablehnung entgegen. Der Parteitag der Sowjetkommunisten Anfang des Jahres 1986, auf dem Gorbatschow den neuen strategischen Kurs von "Glasnost" und "Perestroika" herausstellte, führte erstmals zu erheblichen Unstimmigkeiten ...

Thema

Tödlicher Anschlag in West-Berlin

Am 5. April 1986 kurz vor 2 Uhr morgens detonierte in der West-Berliner Diskothek "La Belle" ein Sprengsatz. Drei Menschen verloren ihr Leben, 104 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Viele der Opfer waren US-Soldaten, regelmäßige Gäste des Clubs. Sogleich mutmaßte man, dass ihnen der ...

Thema

Kaderschmiede im "Grenzbezirk"

Stasidurchsetzt - die Offiziershochschule der DDR-Grenztruppen in Suhl

Grenzer mussten in der DDR vor allem zuverlässig sein. Deshalb wurden sie besonders intensiv von der Stasi kontrolliert - und ausgebildet. Am 5. September 1984 wurde die Kaderschmiede der DDR-Grenztruppen auf dem Suhler Friedberg eingeweiht.

Thema

Das Geheimnis des "ELOKA"

Die Stasi und ihr "elektronischer Kampf" im ehemaligen DDR-Bezirk Suhl

Im DDR-Bezirk Suhl betrieben die Lauscher des MfS ein engmaschiges Netz an Abhörstationen, Peilpunkten sowie Sende- und Empfangsanlagen. Der Bezirk Suhl bot mit seiner etwa 400 km langen Grenze zur Bundesrepublik und seiner Mittelgebirgslage beste Voraussetzungen für den "elektronischen Kampf" ...

Thema

Die geheimen Waffen der Stasi

Die Entwicklungs- und Produktionsstätte der Abteilung "Bewaffnung und Chemischer Dienst" des MfS war als Einrichtung der NVA legendiert. In Wahrheit verbarg sich hinter dem "Zentralen Abnahmebüro" die ...

Thema

Die Stasi zum SED-SPD-Papier "Der Streit der Ideologien und die gemeinsame Sicherheit"

Während einer Phase verschärfter Spannungen zwischen Ost und West begannen SPD und SED einen historisch bedeutsamen Dialog. Von 1984 bis 1989 führten beide Parteien intensive Gespräche, die 1987 in eine Gemeinsame Erklärung mündeten.

Thema

Helmut Schmidt in Güstrow

Drittes deutsch-deutsches Gipfeltreffen oder die Stasi im Ausnahmezustand

Vom 11. bis 13. Dezember 1981 besuchte Helmut Schmidt offiziell die DDR. Es war nach Erfurt und Kassel das dritte deutsch-deutsche Gipfeltreffen. Der Besuch des Bundeskanzlers war mehrfach verschoben worden und kam nach einigem geheim-diplomatischen Hin und Her im Dezember 1981 schließlich doch ...

Thema

Dauergast im Ringberghaus

Im Jahr 1979 öffnete das Ringberghaus Suhl nach langwierigen Baumaßnahmen seine Türen. Über der damaligen Bezirksstadt thronend, diente der auf 750 Höhenmetern gelegene Bau, wie es offiziell hieß, als "Ferienobjekt der Genossenschaftsbauern und Werktätigen der sozialistischen ...

Seite

Volksaufstand des 17. Juni 1953

Im Juni 1953 entzündete sich der gärende Unmut der DDR-Bürgerinnen und -Bürger an Normerhöhungen in den Betrieben und Baustellen. Aus spontanen Streiks entwickelte sich ein Aufstand, der das ganze Land erfasste.

Thema

John F. Kennedys Staatsbesuch in West-Berlin

Am 26. Juni 1963 besuchte John F. Kennedy West-Berlin. SED und Staatssicherheit befürchteten, dass DDR-Bürgerinnen und -Bürger dem US-Präsidenten aus der Ferne zujubeln könnten, denn viele Menschen schätzten ihn.

Thema

Aktion "Licht"

Der Stasi-Raubzug in den Banken der DDR

Im Januar 1962 sah die DDR-Partei- und Staatsführung die Zeit für gekommen, um einen einzigartigen Raubzug auf deutschem Boden zu starten. Mit der Aktion "Licht" ließ das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in nahezu allen Banken der DDR heimlich Safes und Schließfächer öffnen.

Thema

Das Stasi-Krankenhaus in Berlin-Buch

Fürsorge und "operative Medizin"

Direkt neben dem Regierungskrankenhaus in Berlin-Buch befand sich eine geheim gehaltene Einrichtung des Zentralen medizinischen Dienstes (ZMD) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Hier betrieb die Geheimpolizei exklusiv für Stasi-Mitarbeiter ihr eigenes Krankenhaus. Zu den besonders ...

Thema

"Mister Gorbachev, tear down this wall!"

1987 feierte Berlin sein 750-jähriges Stadtjubiläum - getrennt in Ost und West. Einer der hochrangigsten Gäste, die auf Einladung West-Berlins die Stadt besuchten, war US-Präsident Ronald Reagan. Am 12. Juni hielt er am Brandenburger Tor eine Rede, in der er sich nicht nur an die West-Berliner ...

Thema

"Kontrollkennwort: Raketenstart"

Die Pläne zur Verteidigung der Stasi-Zentrale

Was tun, wenn der Klassenfeind kommt? Wie jedes "bewaffnete Organ" der DDR auch hatte die Stasi verschiedene Pläne für den Kriegsfall in der Schublade – vom Rückzug in unterirdische Bunker bis zur Verteidigung im Straßenkampf.

Thema

SIRA - System der Informationsrecherche der HV A

Ende 1998 gelang es dem Stasi-Unterlagen-Archiv, die verschiedenen Puzzleteile der Datenbank "SIRA" des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) zusammenzufügen.

Thema

Die Stasi in Rheinland-Pfalz: Koblenz

In Koblenz interessierte sich die Stasi u.a. für die Arbeit des Bundesarchivs, das dort seinen Hauptsitz hat. Sie wurde aktiv, als eine Reisegruppe der Volkshochschule Untermosel (bei Koblenz) in die DDR reiste. Als umgekehrt eine Jugendreisegruppe der DDR in Koblenz Halt machte, gab auch das ...

Thema

Tschernobyl, der Super-GAU und die Stasi

Der Reaktorunfall von Tschernobyl war die bis dahin schwerste Katastrophe bei der Nutzung der zivilen Kernkraft. Die unkontrolliert entwichene Radioaktivität war immens, die Langzeitfolgen der Strahlenbelastung halten bis heute an. Unmittelbar musste die Stasi den politischen und ideologische ...

Thema

Die Stasi in Nordrhein-Westfalen: Aachen

In Aachen hat die Stasi u.a. den Hauptbahnhof observiert und nutzte dabei Mitarbeiter des DDR-Zugpersonals als inoffizielle Mitarbeiter (IM) oder Informationsquellen. Sie hatte auch Journalisten der "Aachener Zeitung" bei deren Aufenthalt in der DDR im Visier und war an verschiedenen ...

Thema

"Puckelrussisches Hängebauchschwein"

Dicke Luft im VEB Betonwerk Berlin-Grünau: Der bei den Kollegen unbeliebte Willi S. findet eine Metallschiene auf seinem Spind. "Puckelrussisches Hängebauchschwein" steht darauf. Die ungewöhnliche Beleidigung ruft die Stasi auf den Plan. Denn S. ist SED-Mitglied, und "puckelrussisch" weckt die ...

Thema

"Agentenschleuse" und "Gespensteröffnung"

Der Bahnhof Friedrichstraße war die wichtigste Grenzübergangstelle in Berlin zwischen 1961 und 1990. Sie hatte für die Stasi eine zentrale Bedeutung. Es galt, Fluchtversuche zu verhindern, eigene Agenten in den Westen und zurück zu schleusen und "feindliche Kräfte" am Eintritt in die DDR zu ...

Thema

Hirsebrei für den Generaldirektor

Der Leserbriefschreiber wollte es dem Chefredakteur der Suhler Tageszeitung Freies Wort leicht machen. Mit blauem Kugelschreiber markierte er am Rand des Textes den Abschnitt, der ihm bei der Lektüre der SED-Parteizeitung aufgestoßen war, faltete die Zeitungsseite sorgfältig zusammen und legte ...

Thema

Das Wachregiment des MfS "Feliks E. Dzierżyński"

Das Wachregiment des MfS galt als militärisch-operativer Arm der Stasi und war in und um Ost-Berlin stationiert. Es hatte in erster Linie die Aufgabe, Partei- und Staatsobjekte wie die Politbürosiedlung Wandlitz zu bewachen und die Sicherheit führender Repräsentanten der DDR einschließlich ...

Thema

Lesben im Visier der Staatssicherheit

Recherche zu einem Dokumentarfilm im Stasi-Unterlagen-Archiv

Die DDR-Geheimpolizei stufte Zusammenschlüsse homosexueller Menschen als "feindlich-oppositionelle Gruppen" ein. Sie setzte gezielt auf IMs, um mehr über diese Szene zu erfahren und um gegen sie vorzugehen.

Thema

Die AIDS-Verschwörung

Das Ministerium für Staatssicherheit und die AIDS-Desinformationskampagne des KGB

Anfang der 1980er-Jahre verbreitete sich AIDS auf der Welt. Stasi und KGB streuten das Gerücht, die Krankheit sei als biologischer Kampfstoff in US-Militärlabors entwickelt worden.

Thema

Die Stasi und die Wahlfälschung 1989

Am 7. Mai 1989 waren die Bürgerinnen und Bürger der DDR aufgerufen, anlässlich der Kommunalwahlen den Kandidaten der Nationalen Front ihre Stimme zu geben. Als "Schild und Schwert der Partei" beobachtete die Stasi sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit den Wahlen. Verhindern konnte sie das ...

Thema

"Vorbereitung auf den Tag X"

Die geplanten Isolierungslager der Stasi

Mit einem speziellen Codewort an alle 211 Kreisdienststellen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) sollte im Ernstfall eine ungeheuerliche Maschinerie in Gang gesetzt werden: Innerhalb von 24 Stunden sollten über 2.900 Personen festgenommen und über 10.000 in Isolierungslager verschleppt ...

Thema

Ein Flüchtling kehrt zurück

"Frage: Ihnen wird hiermit eine graublaue Sportmütze vorgelegt. Ist Ihnen diese bekannt? Antwort: Ja, die mir vorgelegte Mütze ist mir bekannt. Es ist mein Eigentum. Es handelt sich bei dieser Mütze um diejenige, die ich auf meiner Flucht nach Westdeutschland verloren habe."