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Eine Frau entnimmt ein Buch aus einem Regal in der Fachbibliothek des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.

Was kann ich zum Thema Stasi lesen?

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Grundlagen

Einen ersten Überblick über die Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) bis zu seiner Auflösung bietet der von Daniela Münkel herausgegebene Sammelband "Staatssicherheit. Ein Lesebuch zur DDR-Geheimpolizei". Diese anschaulich bebilderte Publikation liegt zugleich in englischer Sprache vor. Eine gute Gestamtdarstellung leistet Jens Giesekes "Die Stasi. 1945–1990". Das Buch eignet sich mit seiner Auswahlbibliografie und seiner Zusammenfassung des Forschungsstands hervorragend als Einstieg in eine weiterführende Beschäftigung mit dem Thema.

Die wichtigsten Informationen zu Begriffen, Personen und Strukturen der Staatssicherheit bietet "Das MfS-Lexikon". Ein Verzeichnis der darin enthaltenen Stichwörter steht auf der Homepage des Bundesbeauftragten bereit. Das Standard-Nachschlagewerk umfasst zahlreiche Fotos, Biografien des MfS-Leitungspersonals und Übersichten zur Struktur des Ministeriums.

Struktur und Mitarbeiter des MfS

Das "MfS-Handbuch Anatomie der Staatssicherheit" bietet als unverzichtbares Grundlagenwerk darüber hinaus Informationen für eine intensivere Auseinandersetzung. Es besteht aus einzelnen Teillieferungen, die seit 1993 sukzessive erschienen sind und die sich mit der Struktur und Arbeitsweise des MfS am Beispiel einzelner Diensteinheiten und bestimmter Schwerpunktthemen befassen. Eine der gewichtigsten Teillieferungen daraus ist die Publikation "Diensteinheiten des MfS 1950–1989" von Roland Wiedmann, ein Nachschlagewerk zur organisatorischen Entwicklung der Stasi. Sie ist, wie alle anderen Handbuch-Lieferungen auch, als kostenloser Download erhältlich.

Ein ebenso unverzichtbares Hilfsmittel innerhalb des Handbuchs ist das "Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit" mit Kurzbiographien des MfS-Leitungspersonals (einschließlich Abteilungsleiter und Hauptabteilungsleiter) von 1950 bis 1989.

 

Thematische Zugänge

Zu einzelnen herausragenden historischen Ereignissen oder besonderen thematischen Zugängen erscheinen immer wieder für ein breites Publikum gemachte Einzelpublikationen des Bundesbeauftragten. So die reich bebilderten Bände "17. Juni 1953 – Volksaufstand in der DDR" von Ilko-Sascha Kowalczuk und "13. August 1961: Mauerbau" von Bernd Eisenfeld und Roger Engelmann. Andere Publikationen machen Geschichte direkt vor Ort erlebbar wie der historische Rundgang in "Stasi-Stadt" von Christian Halbrock. Die neue Reihe "Stasi in der Region. Die DDR-Geheimpolizei in den Bezirken" bietet für Interessierte in den neuen Bundesländern einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Staatssicherheit mit lokalen Bezügen. In den Bänden von "BF informiert regional" werden lokalhistorische Fragestellungen anschaulich aufbereitet.

Informationen des BStU

Wegen der von der Stasi inflationär verwendeten Kurzformen ist für den Umgang mit Akten und Dokumenten die Hilfe eines Abkürzungsverzeichnisses unabdingbar. Es steht sowohl online als auch gedruckt zur Verfügung. Grundlage für die Arbeit des Bundesbeauftragten insgesamt bildet das Stasi-Unterlagen-Gesetz, kurz StUG genannt. Darin finden sich unter anderem die wichtigsten Bestimmungen zum Aktenzugang.

Rechenschaft über die Arbeit aller Abteilungen der Behörde bietet der alle zwei Jahre erscheinende Tätigkeitsbericht des BStU, der damit auch wichtige Informationen zur Aufarbeitung bündelt.

Wissenschaftliche Reihe und Edition

In der zentralen wissenschaftlichen Reihe des BStU unter dem Titel Analysen und Dokumente sind immer wieder Bücher erschienen, die für ihr jeweiliges Themenfeld als Standardwerke gelten. Wer sich einen Eindruck von der gewaltigen Informations-Sammelwut sowie von der spezifischen Sichtweise der Geheimpolizei auf die Gesellschaft der DDR verschaffen will, der findet reichlich Original-Dokumente. Diese sind in dem stetig wachsenden Editionsprojekt "Die DDR im Blick der Stasi 1953–1989" zu finden. Die Dokumente sind auch online in der Datenbank ddr-im-blick.de zu finden.

Übersichten und Bibliothek des BStU

Die vom Bundesbeauftragten direkt zu beziehenden Veröffentlichungen sowie die im Buchhandel erhältlichen werden im Gesamtverzeichnis der Publikationen bzw. auf der Homepage des BStU gelistet. Dort kann zum Teil direkt bestellt oder auch als Download bezogen werden.
Die Gesamtzahl der Publikationen, die sich mit der Staatssicherheit der DDR und dem kommunistischen Repressionsapparat befassen, zählt nach Tausenden. Eine erste Schneise in dieses Forschungsfeld lässt sich mithilfe der Bibliografie zum Staatssicherheitsdienst der DDR schlagen. Diese wird von der Bibliothek des Bundesbeauftragten jährlich aktualisiert und die die einschlägigen Neuerwerbungen verzeichnet. Die Bibliothek steht auch externen Nutzern offen. Hier lassen sich vor Ort sowohl die Publikationen des Hauses als auch die ganze Breite der Veröffentlichungen zum Thema Staatssicherheit und angrenzender Disziplinen in Augenschein nehmen.

 

Literaturempfehlungen

Publikation

Staatssicherheit

Ein Lesebuch zur DDR-Geheimpolizei

Das Lesebuch zur Staatssicherheit bietet einen Überblick über wichtige Aspekte der DDR-Diktatur und ihrer Geheimpolizei und soll gleichzeitig auch ein Begleitband für die Dauerausstellung "Staatssicherheit in der SED Diktatur" im Stasi-Museum Berlin sein.

Publikation

Die Stasi

1945–1990

Das Ministerium für Staatssicherheit stützte fast vierzig Jahre lang die Herrschaft der SED.

Publikation

Das MfS-Lexikon

Begriffe, Personen und Strukturen der Staatssicherheit der DDR

Das MfS-Lexikon ist in 3. Auflage erschienen. Es wurde um rund 50 Einträge erweitert, darunter Kurzbiografien sämtlicher Leiter der Bezirksverwaltungen des MfS. Damit liegt das kompakte Nachschlagewerk zum Ministerium für Staatssicherheit der DDR in aktualisierter Auflage vor, in dem man auf neustem Forschungsstand knapp und präzise alle wichtigen Informationen zum Thema findet.

Publikation

Die Diensteinheiten des MfS 1950-1989

Eine organisatorische Übersicht

Das von Roland Wiedmann erarbeitete Kompendium bietet eine Übersicht über rund 200 Diensteinheiten des Ministeriums für Staatssicherheit von den Hauptverwaltungen über die Hauptabteilungen und Abteilungen bis hin zu zentralen Arbeitsgruppen oder Sekretariaten.

Publikation

Wer war wer im Ministerium für Staatssicherheit

Kurzbiographien des MfS-Leitungspersonals 1950 bis 1989

Die vorliegende Teillieferung des MfS-Handbuchs enthält 267 Kurzbiographien von Generalen und Obristen der obersten Leitungsebene des Ministeriums für Staatssicherheit in den vierzig Jahren seiner Existenz.

Publikation

17. Juni 1953: Volksaufstand in der DDR

Ursachen-Abläufe-Folgen

Im Buch wird anschaulich auf der Grundlage umfangreicher Quellenüberlieferungen die gesamte Breite des Volksaufstandes vom 17. Juni geschildert. In Fallstudien rekonstruiert der Autor die Geschehnisse in sämtlichen Regionen der DDR.

Publikation

13. August 1961: Mauerbau

Fluchtbewegung und Machtsicherung

Der Bau der Berliner Mauerbedeutete für viele Deutsche, insbesondere für die Berliner, einen traumatischen Einschnitt. Die Möglichkeit für Ostdeutsche, sich der DDR durch Flucht zu entziehen, war damit weitgehend unterbunden.

Publikation

Stasi-Stadt

Die MfS-Zentrale in Berlin-Lichtenberg - Ein historischer Rundgang

Die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg war bis 1989 ein geheimnisumwitterter Ort. Der knapp zwei Quadratkilometer große Komplex zerschnitt ein historisch gewachsenes Wohngebiet und war hermetisch abgeriegelt.

Publikation

Abkürzungsverzeichnis

Häufig verwendete Abkürzungen und Begriffe des Ministeriums für Staatssicherheit

Das Verzeichnis soll einem breiten Leserkreis die Abkürzungen erschließen, die in den Stasi-Unterlagen in großer Zahl verwendet wurden.

Publikation

Gesetz über die Unterlagen des Staatssicherheits­dienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik

(Stasi-Unterlagen-Gesetz – StUG)

Das Gesetz über die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik bildet die gesetzliche Grundlage für die Arbeit des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU).